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LUFTDURCHLÄSSIGKEIT

Dank ihrer offenporigen Struktur mit durchgängigen Poren erlauben Vliesstoffe eine optimale Luftzirkulation und sind auch für andere Substanzen durchlässig. Die Luftdurchlässigkeit wird gemäß der Norm DIN EN ISO 9237 bestimmt, indem eine flache Materialprobe in das Prüfgerät eingespannt und der Luftstrom auf einen festgelegten Differenzdruck eingestellt wird. Die Strömungsgeschwindigkeit wird gemessen.

  • Automobil: Als offenporige Unterpolsterungsmaterialien empfehlen sich Vliesstoffe gerade für aktiv belüftete Klimasitze.
  • Technische Anwendungen: Mit gezielt einstellbarer Luftdurchlässigkeit schützen Vliesstoffe beispielsweise als Prozess- oder Verfahrenshilfe, häufig im Verbund mit anderen Materialien, empfindliche Oberflächen. Sie bleiben luftdurchlässig, auch wenn sie andere Medien zurückhalten.

Druckdifferenz

In der Filtration ist dabei das Zusammenspiel von Luftdurchlässigkeit und der sogenannten Druckdifferenz, hervorgerufen durch den Strömungswiderstand des Filters, von Bedeutung. Vor dem Filter baut sich ein höherer Druck auf als hinter dem Filter. Eine niedrige Druckdifferenz, verbunden mit einer hohen Luftdurchlässigkeit des Filtermediums reduziert den Energieaufwand, der nötig ist, um die geforderte Luftmenge durch den Filter zu drücken. Ein Beitrag zur Energieeffizienz des Filters und gleichzeitig eine dauerhafte Kostenersparnis im Betrieb der Filteranlage. Langlebige Sandler Vliesstoffe unterstützen diese Kosteneffizienz, indem die Wechselintervalle der Filter verlängert werden. 

Die Prüfung der Druckdifferenz erfolgt gemäß WSP 70.1, indem der Strömungswiderstand des Filters bei einem definierten Volumenstrom bestimmt wird. Mehrere Messungen bei unterschiedlichen Volumenströmen können zu einer Druckverlaufskurve zusammengestellt werden. Diese Prüfung führt Sandler online während der Produktion durch, aber auch in Zusammenarbeit mit externen Instituten und Kunden. Hier werden die Vliesstoffe als Flachware aber auch im fertig konfektionierten Filter geprüft. Weitere relevante Normen in diesem Bereich sind die DIN 53887 und die DIN EN ISO 9237.

Siehe auch: Atmungsaktivität